Natürlich gesund mit René Gräber ist eine Publikation des Verlags MaqLQ (Bonn), der unter anderem auch mit dem FID Verlag in Bonn zusammenarbeitet.

René Gräber schreibt als Autor für den MaxLQ Verlag die Ausgabe “Natürlich mit René Gräber”, die den Abonnenten  jeden Monat ausgeliefert wird.

Auch Sie können sich diesen Service HIER anfordern.

René Gräber schreibt dazu:

Natürlich gesund mit René Gräber“ bedeutet, dass ich Ihnen neben gesunden Nahrungsmitteln und empfehlenswerten Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten auch einfache, aber effektive sportliche Übungen vorstelle.

Jede Ausgabe beschäftigt sich mit besonders aktuellen Themen aus Medizin und Naturheilkunde. Dazu gehört stets die Vorstellung interessanter Heilpflanzen oder Vitalstoffe, die sich bei meinen Patienten als sehr erfolgreich bewährt haben.

Wer regelmäßig „Natürlich gesund mit René Gräber“ liest, bekommt bald ein gutes Gefühl und tieferes Verständnis für die Vorzüge der klassischen Naturheilkunde. Im Ergebnis kann sich der Leser die folgenden Fragen selbst beantworten:

  • Was sind die wahren Gründe dafür, dass die Menschen krank werden?
  • Wie muss eine Therapie aussehen, die nicht nur Symptome unterdrückt, sondern die Ursachen einer Krankheit aus dem Wege räumt?
  • Wie sollte eine Schmerztherapie konzeptionell aufgebaut sein, damit die Ursache der Schmerzen nachhaltig beseitigt wird?

Falls Sie sich lieber bewegen, anstelle giftige Tabletten zu schlucken, sollten Sie die zwölf essenziellen Grundübungen kennen, die Sie bereits beim Testabo “Natürlich gesund mit René Gräber” erhalten:

Für mehr Informationen klicken Sie bitte HIER.

 

Mit diesem treffenden Titel und dem Untertitel „Vom Hausschwein zum globalen Massenprodukt“ liefert der Ökonom Rudolf Buntzel einen hervorragenden Überblick zur Wirtschaftlichkeit, zu den Umweltbelastungen und über die globalen Abhängigkeiten im Kontext der modernen Schweinezucht.

Rudolf Buntzel war mehrere Jahrzehnte lang im Entwicklungsdienst tätig und beschäftigte sich in diesem Rahmen mit Agrarökologie, Agrarhandel und Armutsbekämpfung. Erst auf den letzten Seiten seines Buches keimt dann ein Funke von Hoffnung darüber auf, dass das Schwein zumindest in Europa auf eine kleine Chance hoffen darf, doch noch mal als Lebewesen wahrgenommen und behandelt zu werden.

Der Autor verweist darauf, dass die Schweineindustrie eine Branche mit sehr geringen Gewinnmargen ist. Allein durch Massenproduktion sei überhaupt ein gewisser Gewinn erzielbar. In Deutschland geschieht dies noch in großen bäuerlichen Betrieben. In China und in den USA dagegen agieren globale Konzerne, die auf Knopfdruck Tausende Schweine gleichzeitig in hoch technisierten Anlagen versorgen, um Fleisch so billig wie möglich zu produzieren. Eben wegen der wirtschaftlichen Zwänge sei eine artgerechte Haltung der Tiere gar nicht denkbar.

Buntzel unterscheidet drei Formen der Schweinewirtschaft, nämlich das:

  • lokale Schwein der armen Leute
  • bäuerliche Schwein des Familienbetriebes
  • globale Schwein in der Tierindustrie

Im ersten Fall geht es um das Hausschwein der ärmeren Bevölkerung, vornehmlich in Entwicklungsländern. Es wird meistens im Hinterhof mit Küchenabfällen gefüttert. Zu einem festlichen Anlass oder eben aus Geldnot wird es dann irgendwann geschlachtet.

Das „Glück“ dieses Schweins stellt der Autor infrage. Wenngleich es relativ viel Bewegungs- und Verhaltensfreiheit hat, erhält es in aller Regel keine medizinische Versorgung und wird zuweilen auch sehr gequält. Als Beispiel führt der Autor einen Transport auf dem Gepäckträger eines Mopeds in gefesseltem Zustand an.

Die meisten bäuerlichen Schweine werden nicht in Massentierhaltung gemästet und sind daher alles andere als wirtschaftlich. Die bestehenden Standards und Qualitätszertifikate sind zudem für kleinbäuerliche Betriebe kaum erreichbar und eine Vermarktung über große Schlachthöfe ist ausschließlich bei üppigen Abnahmemengen gegeben.

Hinzu kommt, dass Schlachthöfe zur Weiterverarbeitung überhaupt nur „normierte Schweine“ annehmen, weil sie ihre moderne Anlagentechnik in optimaler Weise nutzen wollen.

Das Erbgut moderner Schweinerassen ist heute lizenziert. Die tiefgefrorenen Samenportionen sind im Erwerb sehr teuer. Das typische globale Schwein wird mit Samen aus den USA „gezeugt“, mit brasilianischem Sojaschrot gemästet, baldigst von rumänischen Billiglohnkräften geschlachtet und am Ende der Kette werden die Schweinefleischprodukte nach China exportiert.

Das Futter wird also auf jenen Flächen angebaut, die dem so wichtigen Regenwald gestohlen wurden, der Transport der Schweinenahrung überquert mindestens die halbe Erdkugel und bis zur brutalen Ermordung der Tiere fallen umweltschädliche Güllemengen ungeahnten Ausmaßes an. Die daraus resultierende Verseuchung unseres Grundwassers ist am Ende nur ein Indiz dafür, dass hier mit Fug und Recht die Rede von der „Umweltsau“ ist.

In der Tat ist der ökologische Fußabdruck des Industrieschweins unübersehbar. Das ist aber nicht als Vorwurf gemeint gegen die bedauernswerten Geschöpfe, die auf den Betonböden von 13-stöckigen Fabriken gnadenlos gemästet werden, ohne jemals in ihrem Leben die Sonne sehen zu dürfen.

Gegen Ende des Buches skizziert Buntzel Alternativen wie das Schwein der Neuland-Initiative oder das Bio-Schwein. Und Rassen mit besonders schmackhaftem Fleisch lassen sich deshalb tiergerechter halten, weil sie zu höherem Preis verkauft werden können. Ein deutscher Discounter hat bereits angekündigt, ab 2030 ausschließlich Frischfleisch der Tierwohlstufe 3 und 4 anzubieten, was für die Tiere den Außenstall, Auslauf und eine Biozertifizierung bedeuten würde.

In manchen Passagen ist das Buch etwas mühsam zu lesen und Wiederholungen bestimmter Aussagen kommen zuweilen vor. Die Struktur des Buches gewinnt durch Infokästen und kurze Zusammenfassungen jeweils am Ende der Kapitel.

Rudolf Buntzel

Pig Business

Vom Hausschwein zum globalen Massenprodukt

Verlag: oekom, München 2022

ISBN: 9783962383442

Preis: 24,00 €

 

 

Beitragsbild: pixabay – Hans Braxmeier