Wolfgang Kehr – Geschichte der Münchner Kunstakademie in Bildern

Prof. Dr. Wolfgang Kehr wurde 1947 geboren. Er war Ordinarius am Münchener Institut für Kunstpädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU). Er veröffentlichte viele Bücher über kunstgeschichtliche Themen sowie zur Theorie und Praxis von Kunsterziehung.

Geschichte der Münchner Kunstakademie in Bildern

Im Jahre 2008 feierte die Münchner Akademie der Bildenden Künste ihr 200-jähriges Jubiläum. Der Aufstieg der einst in München gegründeten Akademie der Bildenden Künste erfuhr ungefähr ab Mitte des 19. Jahrhunderts seinen ersten Höhepunkt, denn die Akademie begründete damals ihren eigenen Stil: die Münchner Schule.
Im Jahre 1897 schrieb Pablo Picasso einen Brief an einen Freund.

Darin heißt es: „Wenn ich einen Sohn hätte, der Maler werden möchte, würde ich ihn nicht einen Augenblick in Spanien festhalten, und glauben Sie nicht, dass ich ihn nach Paris schicken würde (wo ich gerne selber wäre), sondern nach München“, denn dort konnte man „ohne Rücksicht auf dogmatische Begriffe wie Pointillismus und dergleichen“ lernen zu malen.

Im Dritten Reich musste sich die Akademie allerdings dem Kunstgeschmack der Nationalsozialisten geradezu anbiedern. Erst gegen Ende der 1950er-Jahre spielte sie auch auf internationaler Ebene so langsam wieder eine Rolle. Die endgültige Neuorientierung kam dann mit dem im Jahre 2005 fertiggestellten dekonstruktivistischen Erweiterungsbau so richtig zum Ausdruck.

Das 296 Seiten umfassende Buch mit Fadenheftung (ISBN 978-3-940666-03-1) enthält 130 farbige und 211 Schwarzweiß-Abbildungen, oftmals doppelseitig strukturiert. Zum ersten Mal wurden sämtliche bisherigen 221 ordentlichen Professoren und Professorinnen der Akademie vorgestellt. Der Preis für das Buch rangiert um 48 Euro.